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Bei der Einrichtung von Digital Signage ist die Bildschirmgröße wichtig, aber die Bildschirmhelligkeit spielt für Sichtbarkeit, Kosten und Energieeffizienz eine noch größere Rolle. Dieser Leitfaden erklärt, was Helligkeit bedeutet, wie sie mit Umgebungslicht zusammenhängt und wie du die richtige Helligkeit für verschiedene Digital-Signage-Umgebungen auswählst.

Was ist Bildschirmhelligkeit bei Digital Signage?

Um den Rest dieses Artikels und die meisten Dokumentationen von Bildschirmherstellern zu verstehen, ist es nötig, kurz zu definieren, was wir mit "Helligkeit" und "Beleuchtungsstärke" meinen:

  • Helligkeit (auch Luminanz genannt) ist ein Maß dafür, wie viel Licht von einem Objekt (Bildschirm) reflektiert oder emittiert wird. Sie wird in "nits" angegeben/gemessen (das entspricht cd/m²)

  • Beleuchtungsstärke ist ein Maß für das Licht, das von allen Lichtquellen in einem Raum/Ort - Lampen und/oder Sonne - abgegeben wird; das nennt man Umgebungslicht. Du siehst dieses Licht, wenn es von einem Objekt reflektiert wird. Beleuchtungsstärke wird in Lux gemessen (lx kurz oder Lumen/m² bzw. lm/m² kurz).

Kurz gesagt: Helligkeit ist das Maß für das Licht, das von einem Bildschirm kommt, und Beleuchtungsstärke ist das Maß für das Licht in einem Raum. Damit Inhalte auf einem Bildschirm sichtbar sind, müssen sie also heller sein als die Objekte in ihrer Umgebung (die vom Umgebungslicht beleuchtet werden).

Warum Bildschirmhelligkeit für Digital Signage wichtig ist

  • Sichtbarkeit: Inhalte bleiben unter verschiedenen Lichtbedingungen gut lesbar.

  • Kosten: höhere Helligkeit = höherer Kaufpreis + höherer Energieverbrauch.

  • Haltbarkeit: manche Technologien (LCD) sind anfälliger für Schäden durch Sonnenlicht.

  • Vorschriften: viele Regionen regeln die Helligkeit von Außenbildschirmen nachts.

Was die richtige Helligkeit bestimmt

Die "richtige" Helligkeit eines Bildschirms ist "hell genug, damit der Inhalt des Bildschirms die Helligkeit seiner direkten Umgebung übertrifft". Das hängt wiederum von der Beleuchtungsstärke am Standort des Bildschirms ab. Wenn die Beleuchtungsstärke rund um den Bildschirm variiert, zählt die maximale Beleuchtungsstärke. Andererseits sollte die Helligkeit nicht zu hoch sein; ein zu heller Bildschirm ist unangenehm anzusehen, unnötig teuer und beeinflusst die umliegende Beleuchtung in Innenräumen negativ.

Ganz allgemein:

  • Bildschirme im Außenbereich sollten eine höhere Helligkeit haben als Bildschirme im Innenbereich.

  • Indoor-Bildschirme, die direktes Sonnenlicht abbekommen, müssen heller sein als Outdoor-Bildschirme.

  • Wenn sie direkt hinter (Schaufenster-)Fenstern stehen, musst du die Reflexion der Sonne auf dem Fenster berücksichtigen.

  • TV-Bildschirme nicht mit (Spot-)Licht anstrahlen, um Reflexionen auf dem Bildschirm zu vermeiden, die die Lesbarkeit verringern.

Da hellere Bildschirme einen höheren Kaufpreis haben, mehr Strom verbrauchen und je nach Bildschirmtechnologie häufiger ersetzt werden müssen, ist es sinnvoll, einen Bildschirm mit genau so viel Helligkeit wie nötig für den jeweiligen Standort zu verwenden. Außerdem verfügen manche professionellen Bildschirme über einen Lichtsensor, mit dem sie die Helligkeit an die Beleuchtungsstärke der Umgebung anpassen können. Adaptive Helligkeit sorgt für gute Sichtbarkeit bei möglichst geringem Energieverbrauch und kann für Bildschirme an Orten mit wechselnden Lichtverhältnissen besonders wertvoll sein.

Eine Faustregel für die Bildschirmhelligkeit:

  • für Indoor-Bildschirme; eine Helligkeit von mindestens 300 nits und doppelt so hoher Beleuchtungsstärke - wenn die Beleuchtungsstärke in einem Raum also 200 Lux beträgt, sollte die Bildschirmhelligkeit 400 nits betragen.

  • Die 2-zu-1-Regel gilt für Outdoor-Bildschirme, aber ein Maximum von 3000 nits reicht in den meisten Situationen aus. Faktor 2 kann bei höherer Beleuchtungsstärke auf 1,5 reduziert werden. Da die meisten Outdoor-Bedingungen eine Beleuchtungsstärke von 1000 Lux haben, liegt die Mindesthelligkeit für Outdoor-Bildschirme bei etwa 2000 nits; damit fallen Consumer-TV-Bildschirme raus. Bei der Nutzung von Outdoor-Bildschirmen nachts sollten sie nicht heller als 100-150 nits1 sein. Denk daran, dass viele Länder Regeln und Vorschriften zur Helligkeit von Außenbeschilderung bei Nacht haben.

Die folgende Tabelle enthält detailliertere Hinweise zur Bildschirmhelligkeit.

Spielt die Bildschirmtechnologie eine Rolle?

Digital Signage-Bildschirme sind in mehreren Technologien erhältlich; LCD, OLED und LED, um nur einige zu nennen. Es gibt bei jeder dieser Technologien Vor- und Nachteile. In Bezug auf die Bildschirmhelligkeit gibt es ein paar Dinge, die du bei diesen Technologien beachten solltest:

  • LED-Bildschirme haben eine höhere Helligkeit als LCD- und OLED-Bildschirme

  • Direktes Sonnenlicht kann LCD-Bildschirme beschädigen

  • LCD-Bildschirme leiden stärker unter Reflexionen, die die Lesbarkeit in Situationen verringern, in denen der Bildschirm beleuchtet wird (z. B. durch einen Spot)

  • LED-Bildschirme sind teurer, erfordern eine spezialisierte Installation und verbrauchen mehr Strom als LCD und OLED

Einen Bildschirm hinter einem Schaufenster zu platzieren, braucht besondere Sorgfalt. Ein heller Bildschirm löst Sichtbarkeitsprobleme wahrscheinlich, ist aber teurer in der Anschaffung und im Stromverbrauch. Wenn du den Bildschirm nah am Glas platzierst und die Umgebungsbeleuchtung anpasst, kannst du den Bedarf an besonders hellen Bildschirmen oft reduzieren. Wenn Bildschirme geschützt werden müssen, hol dir Profis dazu, die Erfahrung mit der Einhausung von Bildschirmen haben.

Helligkeit nach Bildschirmtechnologie

  • LED-Bildschirme: höchste Helligkeit, ideal für draußen, aber höhere Kosten + höherer Stromverbrauch.

  • LCD-Bildschirme: günstig, aber schwächer bei Sonnenlicht und anfällig für Reflexionen.

  • OLED-Bildschirme: guter Kontrast, aber nicht geeignet für Umgebungen mit hoher Helligkeit.

👉 Für Schaufenster: Positionierung + Lichtanpassungen kombinieren, um den Bedarf an extrem hellen Bildschirmen zu reduzieren.

Empfohlene Bildschirmhelligkeit für Digital Signage

Branche

Einsatzort

Typische Umgebungsbeleuchtungsstärke (Lux oder lm/m²)

Empfohlene Bildschirmhelligkeit (in nits oder cd/m²)

Luftfahrt und Verkehr

Abflughalle am Flughafen

350 - 5,000

700 - 2,500


Abflug-Gates

350 - 2,500

700 - 2,500


Check-in-Bereich

300 - 200

600 - 2,500

Unternehmensbüro

Flure

50 - 250

350 - 500


Besprechungsraum

150 - 500

350 - 800


Vorstandszimmer

200 - 700

400 - 1,000


Empfangsbereich

250 - 1,000

500 - 1,600


Büroarbeitsplatz

200 - 500

350 - 800


Atrium

400 - 5,000

700 - 2,500

Digitales Kino

Kinolobby und Kassenbereich

200 – 2,000

400 - 2,500


Kino-Schaufensterfront/Glasfassade

1,000 - 10,000

1,700 - 2,500


Überdachter DooH-Bereich

2,000 - 10,000

2,500


Außenbereich

5,000 - 50,000

2,500

Bildung

Flur

100 - 300

350 - 600


Klassenzimmer

150 - 500

350 - 800


Auditorium

200 - 1,000

400 - 1,600

Gesundheitswesen

Empfangsbereich

250 - 1,000

500 - 1,600


MDT-Raum

150 - 300

350 - 650


Wartezimmer

150 - 500

350 - 800

Gastgewerbe

Eingangsbereich

300 - 2,000

700 - 2,500


Rezeption

250 - 1,000

500 - 1,600


Flure und Treppenhäuser

100 - 250

350 - 500

Freizeit und Museum

Sport- und Veranstaltungsbereich

200 - 1,000

400 - 1,600


Museum

200 - 1,000

400 - 1,600

Schnellservice

Restaurantfenster, Frontbereich/Glasfassade

1,000 - 10,000

1,700 - 2,500

Restaurant

Menütafel

250 - 500

350 - 800


Selbstbestellkiosk (POS)

250 - 600

500 - 900


Drive-through-Menütafel (Gehäuse)

5,000 - 50,000

2,500

Vermietung und Bühnenbau

Außenbereich

5,000 - 50,000

2,500


Messestand

250 - 2,500

500 - 2,500


Sport- und Eventarena

250 - 1,000

500 - 1,600

Einzelhandel und Beschilderung

Ladenfront/Glasfassade

1,000 - 10,000

1,700 - 2,500


Eingangsbereich

300 - 1,000

600 - 1,600


Innenraum der Apotheke

250 - 1,000

500 - 1,600


Ladeninnenraum

250 - 700

500 - 1,000


Innenraum von Lebensmittelgeschäft/Supermarkt

250 - 600

500 - 900


Produktausstellung

350 - 1500

600 - 2,500

Quellen
Pascal Lindelauf, Gründer von Bizplay

Pascal Lindelauf

Gründer

Pascal is the founder of Bizplay and has 15+ years of experience in digital signage software. As a former IT consultant, he has built software solutions for organizations from medium-sized businesses to large banks and now focuses on making digital signage easier to manage for businesses.

Pascal Lindelauf, Gründer von Bizplay

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